Ich bin vom Flughafen Haneda in Tokyo aus zurueck geflogen (auf dem Hinweg bin ich in Osaka Kansai angekommen). Tokyo hat zwei grosse Flughaefen, Narita und eben Haneda. Haneda mitten in der Bucht von Tokyo war seit dem Bau des Flughafens Tokyo Narita, der etwa eineinhalb Stunden ausserhalb von Tokyo liegt, eigentlich immer ausschliesslich ein Inlandsflughafen. Das hat sich aber mit einem neuen Internationalen Terminal vor einigen wenigen Jahren geaendert.
Mit dem Zug dort hin zu kommen war allerdings nicht so leicht, wie gedacht. Ich musste einmal umsteigen. Umsteigen klingt auch erstmal einfach, es wird nur ungleich schwieriger, wenn man nicht nur den Zug, sondern auch die Zugbetreibergesellschaft wechseln muss. Die fahren in Japan alle von ihren eigenen Bahnhoefen ab, das hiess fuer mich, Bahnhof wechseln. Und dummerweise war ausgerechnet bei dieser Zuggesellschaft nichts, aber auch gar nichts in Englisch oder lateinischer Schrift ausgeschildert. Dabei fahren die auch das Internationale Terminal am Flughafen an. Zum Glueck hatte ich vorher nachgeschaut, wieviel ein Ticket kostet, und konnte mich dann anhand des Preises am Ticketautomaten fuer das richtige Ticket entscheiden. Auch die Durchsagen am Bahnsteig und im Zug waren ausschliesslich in Japanisch. Als aber in einen Zug alle am Bahnhof mit Gepaeck wartenden eingestiegen sind, habe ich geschlussfolgert dass das wohl der zum Flughafen sein muss, und bin auch eingestiegen. Unterwegs konnte ich dann die Namen der Zwischenbahnhoefe verstehen und abgleichen mit einer Liste der Halte, die ich im Internet gefunden hatte. War dann tatsaechlich der richtige Zug! Puh!
Der Flughafen selbst hat mich ziemlich beeindruckt. Haneda ist unglaublich effizient organisiert. Vom Aussteigen aus dem Zug bis hinter die Sicherheitskontrolle habe ich gerade mal 20 Minuten gebraucht. Und das beinhaltet das Anstehen am Check-In Schalter, da ich kein Online-Ticket hatte. In 20 Minuten ist man bei manch anderem Flughafen noch nichtmal vom Bahnhof oder Parkdeck zu den Check-In Schaltern gelaufen!
Das niegelnagelneue Terminal hatte ich dann fast fuer mich allein:
Und das war der Flieger, der mich nach Peking gebracht hat, von wo aus es nach Frankfurt weiter ging.
Tschuess, Japan, wir sehen uns bestimmt irgendwann wieder!
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Dienstag, 24. November 2015
Montag, 16. November 2015
Einmal Matsushima und zurueck
Heute bin ich nach Norden gefahren, nach Matsushima. Warum ich da war, werd ich spaeter noch zeigen, hier geht's erstmal nur um den Weg hin nach Matsushima und zurueck nach Tokyo.
Das da war der Zug, der mich von Tokyo nach Sendai gebracht hat. Der hoert auf den Namen Hayabusa, was soviel wie Wanderfalke heisst. Den gruen-blauen da mein ich:
Die Nase ist aber eher ein Entenschnabel, als der Schnabel eines Wanderfalken. Das auf dem Foto sind uebrigens alles verschiedene Shinkansen. Nicht so langweilig wie bei uns, wo es im Grunde nur zwei von aussen unterscheidbare ICE-Versionen gibt.
Der Hayabusa faehrt im regulaeren Linienbetrieb 320km/h Spitzengeschwindigkeit. Nur leider nicht auf dem Teil der Strecke, den ich gefahren bin. Es hat nur fuer knapp 300km/h, genauer 298km/h gereicht. Trotzdem sauschnell!
Das hier ist Sendai, aus dem Zug fotografiert bei der Einfahrt in den Bahnhof.
Hier in Japan finde ich die Bahnsteigmarkierungen super. Man kriegt, meist zentimetergenau angezeigt, wo die Tueren sein werden. Auf diesem Foto:
geht das sogar noch einen Schritt weiter. Man kriegt gezeigt, wo man sich in Zweierreihe anstellen soll, naemlich zwischen den beiden hellblauen Streifen. Am gelben Streifen wird die Tuer sein. Man kriegt sogar gezeigt, welche Tuer in welchem Wagen. Ist das nicht grossartig?
Witzig fand ich dieses Comic fuer den Not-Halt-Schalter der einfahrenden Zuege. Hier sind die Bahnsteige auch meist Plattformen, so dass es unter den Bahnsteigen noch genug Platz gibt, um sich nach dort zu retten - sollte das denn mal noetig sein.
Mit dem Zug hier bin ich dann weiter gefahren nach Matsushima, und auch wieder nach Sendai zurueck. Stinknormaler Bummelzug.
Mit dem hier bin ich zurueck nach Tokyo gefahren. Auch huebsch! Der heisst Yamabiko, Bergecho.
Das rosa-lila setzt sich auch im Innenraum fort:
Huebsche, schnelle Zuege!
Das da war der Zug, der mich von Tokyo nach Sendai gebracht hat. Der hoert auf den Namen Hayabusa, was soviel wie Wanderfalke heisst. Den gruen-blauen da mein ich:
Die Nase ist aber eher ein Entenschnabel, als der Schnabel eines Wanderfalken. Das auf dem Foto sind uebrigens alles verschiedene Shinkansen. Nicht so langweilig wie bei uns, wo es im Grunde nur zwei von aussen unterscheidbare ICE-Versionen gibt.
Der Hayabusa faehrt im regulaeren Linienbetrieb 320km/h Spitzengeschwindigkeit. Nur leider nicht auf dem Teil der Strecke, den ich gefahren bin. Es hat nur fuer knapp 300km/h, genauer 298km/h gereicht. Trotzdem sauschnell!
Das hier ist Sendai, aus dem Zug fotografiert bei der Einfahrt in den Bahnhof.
Hier in Japan finde ich die Bahnsteigmarkierungen super. Man kriegt, meist zentimetergenau angezeigt, wo die Tueren sein werden. Auf diesem Foto:
geht das sogar noch einen Schritt weiter. Man kriegt gezeigt, wo man sich in Zweierreihe anstellen soll, naemlich zwischen den beiden hellblauen Streifen. Am gelben Streifen wird die Tuer sein. Man kriegt sogar gezeigt, welche Tuer in welchem Wagen. Ist das nicht grossartig?
Witzig fand ich dieses Comic fuer den Not-Halt-Schalter der einfahrenden Zuege. Hier sind die Bahnsteige auch meist Plattformen, so dass es unter den Bahnsteigen noch genug Platz gibt, um sich nach dort zu retten - sollte das denn mal noetig sein.
Mit dem Zug hier bin ich dann weiter gefahren nach Matsushima, und auch wieder nach Sendai zurueck. Stinknormaler Bummelzug.
Mit dem hier bin ich zurueck nach Tokyo gefahren. Auch huebsch! Der heisst Yamabiko, Bergecho.
Das rosa-lila setzt sich auch im Innenraum fort:
Huebsche, schnelle Zuege!
Freitag, 13. November 2015
Fujisan, endlich.
Endlich hab ich ihn mal zu Gesicht bekommen, den Fujisan. Ich bin jetzt zum dritten mal hier in Japan, jetzt hat's endlich geklappt. Ich bin heute von Takamatsu nach Tokyo umgezogen, und dabei am Fujisan vorbei gekommen. Mit dem Shinkansen. Mit 280 km/h. Ist gar nicht so einfach, bei der Geschwindigkeit ordentliche Fotos hinzubekommen.
Tadaaa, da isser:
Ich hatte ziemlich Bedenken, dass ich ihn vielleicht gar nicht zu sehen bekomme, da es ziemlich zugezogen ist heute. Aber die Wolken waren hoch genug, um die Sicht nicht so sehr zu Trueben.
Hier noch der Gipfel:
Scheint schon (noch?) ein wenig Schnee zu liegen.
Zur allgemeinen Belustigung noch ein paar ganz gewaltig missglueckte Fotos vom Fuji:
Tadaaa, da isser:
Ich hatte ziemlich Bedenken, dass ich ihn vielleicht gar nicht zu sehen bekomme, da es ziemlich zugezogen ist heute. Aber die Wolken waren hoch genug, um die Sicht nicht so sehr zu Trueben.
Hier noch der Gipfel:
Scheint schon (noch?) ein wenig Schnee zu liegen.
Zur allgemeinen Belustigung noch ein paar ganz gewaltig missglueckte Fotos vom Fuji:
Mittwoch, 11. November 2015
Umgezogen nach Takamatsu
Ich bin heute von Fukuoka auf Kyushu nach Takamatsu auf Shikoku, der kleinsten der vier Hauptinseln Japans umgezogen. Zunaechst wieder mit Shinkansen bis Okayama, dann weiter mit dem Marine Liner Zug nach Takamatsu. Hier auf Shikoku gibt's naemlich keinen Shinkansen.
Das hier sind zwei Marine Liner:
Die Fahrt ging ueber eine Menge 2-stoeckige Bruecken. Unten faehrt der Zug, oben die Autos. So sieht das vom Zug aus aus:
Das ist ein Blick in die Seto-Inlandsee. Viele kleine Inseln und Inselchen, sehr huebsche Gegend.
Das ist der Bahnhofsplatz von Takamatsu bei Nacht:
Und das Faehrterminal in der Abenddaemmerung.
Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
Das hier sind zwei Marine Liner:
Die Fahrt ging ueber eine Menge 2-stoeckige Bruecken. Unten faehrt der Zug, oben die Autos. So sieht das vom Zug aus aus:
Das ist ein Blick in die Seto-Inlandsee. Viele kleine Inseln und Inselchen, sehr huebsche Gegend.
Das ist der Bahnhofsplatz von Takamatsu bei Nacht:
Und das Faehrterminal in der Abenddaemmerung.
Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
Montag, 9. November 2015
Umgezogen nach Fukuoka
Heute bin ich nach Fukuoka umgezogen, natuerlich wieder mit dem Zug. Beim Zugfahren benutze ich uebrigens den Japan Rail Pass, der mir kostenlose Zugfahrten in fast allen Zuegen (ausser den Shinkansen, die am seltensten halten) ermoeglicht.
Das hier hab ich am Bahnhof von Nagasaki entdeckt:
Ein Schiff am Bahnhof? Jaaaaa, das hat naemlich Raeder.
Das hier war mein Zug:
Innen sieht's so aus:
Als ich in Fukuoka angekommen bin, hab ich am Bahnhof den hier entdeckt:
Das koennte der kleine Bruder vom ICE sein!
Das hier hab ich am Bahnhof von Nagasaki entdeckt:
Ein Schiff am Bahnhof? Jaaaaa, das hat naemlich Raeder.
Das hier war mein Zug:
Innen sieht's so aus:
Als ich in Fukuoka angekommen bin, hab ich am Bahnhof den hier entdeckt:
Das koennte der kleine Bruder vom ICE sein!
Strassenbahn Nagasaki
In Nagasaki war ich mit der Strassenbahn unterwegs. So sieht eine Strassenbahn in Nagasaki aus:
Und so sehen sie von innen aus:
Strassenbahn fahren ist wie Bus fahren eigentlich ganz einfach, vor allem wenn es wie in Nagasaki einen fixen Fahrpreis unabhaengig von der Streckenlaenge gibt. Man steigt an der hinteren Tuer ein, und bezahlt vorn beim Fahrer beim Aussteigen. Bezahlen muss man allerdings passend, aber es gibt in jeder Bahn Wechselmaschinen, die 1000 Yen Scheine, 500, 100 und 50 Yen Muenzen passend wechseln.
Etwas komplizierter wird es, wenn der Fahrpreis je nach Entfernung gestaffelt ist. Man zieht beim Einsteigen einen kleinen Papier-Streifen aus einer Maschine, auf den eine Nummer und ein Strichcode gedruckt ist. Beim Fahrer gibt es ein Display, das zu den Nummern die zu zahlenden Fahrpreise anzeigt. Man wirft beim Aussteigen das Papier zusammen mit dem passend abgezaehlten Fahrpreis in eine Maschine neben dem Fahrer. Die erkennt anhand des Strichcodes wieviel gezahlt werden muss, und zaehlt automatisch das Geld nach.
Und so sehen sie von innen aus:
Strassenbahn fahren ist wie Bus fahren eigentlich ganz einfach, vor allem wenn es wie in Nagasaki einen fixen Fahrpreis unabhaengig von der Streckenlaenge gibt. Man steigt an der hinteren Tuer ein, und bezahlt vorn beim Fahrer beim Aussteigen. Bezahlen muss man allerdings passend, aber es gibt in jeder Bahn Wechselmaschinen, die 1000 Yen Scheine, 500, 100 und 50 Yen Muenzen passend wechseln.
Etwas komplizierter wird es, wenn der Fahrpreis je nach Entfernung gestaffelt ist. Man zieht beim Einsteigen einen kleinen Papier-Streifen aus einer Maschine, auf den eine Nummer und ein Strichcode gedruckt ist. Beim Fahrer gibt es ein Display, das zu den Nummern die zu zahlenden Fahrpreise anzeigt. Man wirft beim Aussteigen das Papier zusammen mit dem passend abgezaehlten Fahrpreis in eine Maschine neben dem Fahrer. Die erkennt anhand des Strichcodes wieviel gezahlt werden muss, und zaehlt automatisch das Geld nach.
Sonntag, 8. November 2015
Gunkanjima - Kriegsschiffinsel
Etwa 20 km vor Nagasaki befindet sich eine Insel, die eigentlich auf den Namen Hashima (Grenzinsel) hoert. 'Da gibt's so eine Insel in Japan' hat ja ungefaehr den gleichen Informationswert wie 'Wasser ist nass'. Aber diese Insel ist wirklich speziell. Ende des 19. Jahrhunderts wurde unter der Insel Kohle entdeckt, und der industrielle Abbau begann. Die Insel selbst ist allerdings recht klein, so dass man die Wohnquartiere der Bergarbeiter und deren Familien eher kompakt in die Hoehe baute so dass zu hochzeiten des Kohleabbaus dort ueber 5200 Menschen auf gerademal 0.063 Quadratkilometern lebten. Das war zu der Zeit eine rekordverdaechtige Bevoelkerungsdichte fon ueber 86000 Einwohner pro Quadratkilometer. Zum Vergleich: In Heidelberg sind's gerademal 1400 Einwohner pro Quadratkilometer. Im Januar 1974 wurde von heute auf morgen beschlossen, den Kohleabbau einzustellen. Seit April 1974 ist die Insel unbewohnt. Und die Bewohner haben, bei ihrem fluchtartigen Aufbruch, viele Moebel und persoenliche Gegenstaende zurueckgelassen. Vorstellen kann man sich das vielleicht ein wenig wie Pripyat bei Tschernobyl - bloss ohne Strahlung.
Warum erzaehl ich das? Ich war dort! Allerdings leider nicht auf der Insel selbst, sondern nur einmal rundrum, da der Wellengang zum Anlegen zu hoch war, leider.
Aber von vorn: das hier ist die Black Diamond (nicht Black Pearl, das ist ein anderes Schiff), das Schiff, mit dem ich einmal um Hashima rumgeschippert. Zusammen mit ungefaehr 60 Japanern (oder zumindest Asiaten) - ich war die einzige westliche Touristin an Bord!
Huebscher Katamaran, stimmts?
Nagasaki hat sich alle Muehe gegeben, mir dramatisches Wetter zu praesentieren. Geregnet hat's waehrend der Tour aber zum Glueck nicht, denn ich war die ganze Zeit auf dem Oberdeck, was kein Dach hat.
Auf der Fahrt sind wir an zwei wirklich grossen Mitsubishi-Werften vorbei gekommen:
Irgendwann waren wir dann im offenen Meer - was man am Wellengang deutlich gemerkt hat!
Hier noch ein kurzes Video des Rittes ueber die Wellen (Achtung, laute Windgeraeusche!)
Wenigstens war der Wind angenehm warm, so dass alles was nass geworden ist, schnell wieder getrocknet ist. Allerdings hat das natuerlich eine ziemliche Salzkruste hinterlassen. Irgendwann sassen trotzdem alle mit Regencape da, ich auch.
Dann tauchte am Horizont Hashima auf:
Jetzt sollte auch klar sein, warum dieser Blogpost den Titel Gunkanjima - Kriegsschiffinsel traegt - die Insel ist total zugebaut und sieht von weitem aus wie ein riesiges Schiff! Gunkanjima ist der Spitzname von Hashima, der weit gelaeufiger ist als Hashima selbst.
Wir sind einmal rundrum geschippert, und ich habe versucht, ein paar gute Fotos zu machen - gar nicht so einfach im Gegenlicht mit Salzkruste auf der Linse! Zum Glueck ist meine Kamera spritzwassergeschuetzt!
Hier sieht man gut die Gischt, die aufgewirbelt wird an der Suedspitze von Gunkanjima:
Das hier links duerfte das Schulgebaeude sein:
Das Foto ist von der Rueckfahrt, Gunkanjima im Hintergrund und eine weitere kleine Insel im Vordergrund.
Von noch weiter weg:
Wenn ich's nicht besser wuesste, wuerde ich sagen, das ist wirklich ein Schiff!
Auf der Rueckfahrt ging es unter dieser elegant geschwungenen Bruecke durch:
und unter dieser Schraegseilbruecke:
Das Foto hier ist wirklich aus Japan, und nicht aus der Mittelmeer-Region, wie man vermuten koennte!
Die Kueste ist wirklich ziemlich schroff:
Bei der Einfahrt in den Hafen sind wir dann noch an einem riesigen Gastanker vorbei gefahen:
Und wieder zurueck im Hafen von Nagasaki, jetzt mit richtig schoen sonnigem Wetter:
Einigen Japanern ging es richtig schlecht als der Seegang so hoch war und das Schiff wie verrueckt geschaukelt hat. Ich war viel zu fasziniert, um Seekrank zu werden glaub ich!
Als Fazit: So eine Tour lohnt auf jeden Fall, selbst wenn man auf Gunkanjima nicht an Land gehen kann. Gunkanjima ist ein sehr beeindruckender, einzigartiger Ort, und die Fahrt dahin definitiv ein kleines Abenteuer!
Warum erzaehl ich das? Ich war dort! Allerdings leider nicht auf der Insel selbst, sondern nur einmal rundrum, da der Wellengang zum Anlegen zu hoch war, leider.
Aber von vorn: das hier ist die Black Diamond (nicht Black Pearl, das ist ein anderes Schiff), das Schiff, mit dem ich einmal um Hashima rumgeschippert. Zusammen mit ungefaehr 60 Japanern (oder zumindest Asiaten) - ich war die einzige westliche Touristin an Bord!
Huebscher Katamaran, stimmts?
Nagasaki hat sich alle Muehe gegeben, mir dramatisches Wetter zu praesentieren. Geregnet hat's waehrend der Tour aber zum Glueck nicht, denn ich war die ganze Zeit auf dem Oberdeck, was kein Dach hat.
Auf der Fahrt sind wir an zwei wirklich grossen Mitsubishi-Werften vorbei gekommen:
Irgendwann waren wir dann im offenen Meer - was man am Wellengang deutlich gemerkt hat!
Hier noch ein kurzes Video des Rittes ueber die Wellen (Achtung, laute Windgeraeusche!)
Dann tauchte am Horizont Hashima auf:
Jetzt sollte auch klar sein, warum dieser Blogpost den Titel Gunkanjima - Kriegsschiffinsel traegt - die Insel ist total zugebaut und sieht von weitem aus wie ein riesiges Schiff! Gunkanjima ist der Spitzname von Hashima, der weit gelaeufiger ist als Hashima selbst.
Wir sind einmal rundrum geschippert, und ich habe versucht, ein paar gute Fotos zu machen - gar nicht so einfach im Gegenlicht mit Salzkruste auf der Linse! Zum Glueck ist meine Kamera spritzwassergeschuetzt!
Hier sieht man gut die Gischt, die aufgewirbelt wird an der Suedspitze von Gunkanjima:
Das hier links duerfte das Schulgebaeude sein:
Das Foto ist von der Rueckfahrt, Gunkanjima im Hintergrund und eine weitere kleine Insel im Vordergrund.
Von noch weiter weg:
Wenn ich's nicht besser wuesste, wuerde ich sagen, das ist wirklich ein Schiff!
Auf der Rueckfahrt ging es unter dieser elegant geschwungenen Bruecke durch:
und unter dieser Schraegseilbruecke:
Das Foto hier ist wirklich aus Japan, und nicht aus der Mittelmeer-Region, wie man vermuten koennte!
Die Kueste ist wirklich ziemlich schroff:
Bei der Einfahrt in den Hafen sind wir dann noch an einem riesigen Gastanker vorbei gefahen:
Und wieder zurueck im Hafen von Nagasaki, jetzt mit richtig schoen sonnigem Wetter:
Einigen Japanern ging es richtig schlecht als der Seegang so hoch war und das Schiff wie verrueckt geschaukelt hat. Ich war viel zu fasziniert, um Seekrank zu werden glaub ich!
Als Fazit: So eine Tour lohnt auf jeden Fall, selbst wenn man auf Gunkanjima nicht an Land gehen kann. Gunkanjima ist ein sehr beeindruckender, einzigartiger Ort, und die Fahrt dahin definitiv ein kleines Abenteuer!
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