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Freitag, 27. November 2015

Fruehstueck auf Japanisch

 Das war ein typisches Fruehstueck, was ich im Hotel gegessen habe:
 Natuerlich Reis, mit diversen Algensorten als Auflage, dazu gegrillten Fisch, blanchiertes Gemuese, sowas wie pürierten Kartoffelsalat, dazu Bohnen, Salat mit einer leckeren Zitronensosse, Spiegelei, Orangen und gruener Tee. Gelegentlich gab es auch Miso-Suppe, die wird aus Soja hergestellt und mit diversen Einlagen verfeinert.

Dazu, ganz Deutsch: Kaffee! Passt eigentlich nicht zum Rest, macht aber wach.

Wer gern suess fruehstueckt, ist in Sachen japanisches Fruehstueck ziemlich aufgeschmissen.

Was aber in Japan bei keinem Fruehstueck fehlen darf: Natto!
Am Anfang fand ich Natto noch etwas seltsam, aber je oefter ich das probiere, desto mehr mag ich es. Wobei es, wie ich festgestellt habe, da auch deutliche Unterschiede im Geschmack gibt. Im speziellen das aus dem Supermarkt in den Styroporschaelchen ist nicht so meins, das in der Mensa und in den Hotels war aber ganz lecker. Was aber gar keine gute Idee ist: Natto auf den Reis packen. Das verwandelt den Reis in eine glitschige Angelegenheit, die sich mit Staebchen eigentlich nicht mehr unfallfrei essen laesst. Wie die Japaner das trotzdem hinbekommen ist mir ein Raetsel.

Dienstag, 17. November 2015

Tankstelle kopfueber


Das hier ist eine Tankstelle in Tokyo:


Ohne Zapfsaeulen? Ja, die Zapfpistolen haengen einfach von der Decke.Auf den ersten Blick komisch, aber eigentlich ziemlich Platzsparend.

Dienstag, 10. November 2015

Sumo!

Hier in Japan finden 6 mal im Jahr Sumo-Turniere statt, drei davon in Tokyo, eins in Osaka, eins in Nagoya und eins in Fukuoka. Und zu meinem Glueck findet das Turnier in Fukuoka gerade jetzt statt, wo ich hier bin. Und diese Gelegenheit, eine ur-japanische Tradition kennen zu lernen, wollte ich mir natuerlich nicht entgehen lassen, und habe mir ein Ticket besorgt.

So sieht die Veranstaltungshalle von aussen aus:
 Direkt am Eingang wehen farbenfrohe Fahnen, die die Namen der Top-Sumotori tragen:
 Und vorm Eingang kam mir auch schon einer entgegen. Die Sumotori nehmen dort die ganz normalen Eingaenge, die auch die Zuschauer benutzen. Nichts mit VIP-Eingang!
 Drinnen sind einige Trophaeen ausgestellt:
In der eigentlichen Veranstaltungshalle sieht es so aus:
 Ich hatte einen der normalen Sitzplaetze ganz oben gebucht. Ansonsten gibt es noch sogenannte Boxen, in denen man auf den Boden sitzt, die naeher am Ring sind:
 Dummerweise muss man, wenn man eine der Boxen bucht, alle 4 Sitze in der Box buchen. Und das ist ganz schoen teuer. Noch weiter vorne gibt es Einzelplaetze, an die man aber nur mit Connections kommt. Auch hier sitzt man auf dem Boden.
Ich habe gelesen, dass die lila Kissen in den Boxen und die rosa Kissen an den Top-Plaetzen haeufiger als Wurfgeschoss genutzt werden, wenn der Publikumsliebling verliert. Das ist allerdings nicht passiert, waehrend ich da war. Schade, waere bestimmt ein Riesenspass gewesen!

Ein Sumo-Turnier dauert 15 Tage, jeweils von ca. 8:30 bis 18:00 Uhr. Das klingt recht anstrengend und lang, aber jeder Sumotori tritt in nur einen Kampf pro Tag an. Da bei der Menge an Sumotori nicht jeder einmal gegen jeden Kaempfen kann, sind die Sumotori in verschiedene Divisionen eingeteilt. Morgens kaempft die niedrigste Division, abends die hoechste. Daher sind Vormittags auch noch nicht so viele Zuschauer in der Halle. Obwohl ich um die Mittagszeit gekommen bin, waren die meisten Plaetze noch leer. 

Das hier war ein Kampf in einer niedrigeren Division:
 Der Herr im gelben 'Schlafanzug' ist der Ringrichter. Den Job hat alle paar Kaempfe mal ein anderer uebernommen, der einen andersfarbigen Anzug getragen hat.  

Die Kaempfe sind meist recht schnell vorbei, und genauso schnell erklaert: Derjenige, der als erster mit einem Koerperteil ausser den Fussohlen den Boden beruehrt, oder den Boden ausserhalb des Ringes beruehrt, hat verloren. Faustschlaege, an den Haaren ziehen und sowas ist nicht erlaubt.

Hier noch ein Video eines Kampfes:
Manchmal sind die Sumotori sogar aus dem Ring geflogen:
Und in den hoeheren Divisionen hatte der Ringrichter ein 'Kleid' an, keinen 'Schlafanzug'.

Hier hat auch einer Fliegen gelernt:
 Der Einmarsch der zweithoechsten Division, ab der die Sumotori als Profis gelten, sah so aus: Erst stellten sich alle im Kreis auf
 drehen sich nach innen
 und hoben einmal die Arme
 Auch hier wird fliegen gelernt:
 Zwischendrin sang immer einer die Namen der naechsten beiden Kaempfer vor, und brauchte dafuer den Faecher als Spickzettel:
 Auch bei der zweithoechsten Division war die Halle nicht wirklich voll:
 Das war der Einmarsch der hoechsten Division:
 Davon habe ich auch ein Video:
 
 Die drei Top-Kaempfer, genannt Yokozuna, fehlten allerdings in diesem Aufmarsch. Die kamen jeweils einzeln mit zwei 'Dienern' in die Halle, und haben eine Art Tanz aufgefuehrt:
Zwischendrin wurde der Ring immer fleissig gefegt:
 Wenn bei einem Kampf nicht sofort klar war, wer der Gewinner ist, kamen die insgesamt 6 Kampfrichter zusammen und entschieden, was zu tun ist.
Dabei gab es zwei Moeglichkeiten: Entweder es wurde eine Entscheidung gefaellt, wer der Sieger ist, oder der Kampf wurde wiederholt. 

Die hoeheren Divisionen durften auch mit Salz werfen:
Ja, Salz, kein Reis. Das Salz soll den Ring reinigen.

Hier hat der Ringrichter ein wenig Fersengeld bekommen, als einer der Sumotori auf ihn zuflog:
 Manche Kaempfe waren auch voller artistischer Einlagen:
Hier ist noch ein Video eines Kampfes der hoechsten Division:
Die Fahnen, die durchs Bild getragen werden, sind von den Sponsoren des Kampfes. Sprich Werbung. Davon war aber ganz generell erstaunlich wenig zu sehen!

Bei den Kaempfen der hoechsten Division war die Halle allerdings immer noch nicht ganz voll.
Und nach dem letzten Kampf hat einer noch einen Tanz mit einem Bogen aufgefuehrt.
Auch unglaublich: Nach dem Ende der Veranstaltung hatte ich mich auf lange Wartezeiten und volle Busse eingestellt. War aber top organisiert! Es standen dutzende Busse bereit, die zu zwei ausgewaehlten Zielen fuhren, unter anderem auch zum Hakata-Bahnhof, wo mein Hotel ist. Und die Japaner haben sich an den Bussen brav in einer Reihe angestellt, und das Ende jeder Reihe wurde von einem Herrn mit grossem Schild markiert, das den Namen des Ziels trug. Also einfach das Schild suchen, wo man hin moechte, und sich in dieser Schlange anstellen. Ganz vorne zaehlte einer die Personen vor dem Bus ab, so dass es im Bus auch nicht so uebermaessig voll war. Alles lief reibungslos und wie am Schnuerchen, und ich bin im 3. Bus gelandet, nach etwa 3 Minuten Wartezeit. Und eine halbe Stunde nach Ende der Kaempfe war ich auch schon wieder im Hotel. Super Organisation!

Definitiv ein unvergessliches Erlebnis!

Ruhestoerung!

Heut morgen hat mich das hier geweckt:
Ein kleines Auto mit grossen Lautsprechern, auf dem einer lautstark seine vermutlich politischen Thesen zum Besten gegeben hat, waehrend die Frau nben ihm freundlich winkte. Nachdem er dann fertig war, durfte auch die Frau mal ans Mikro und ihre eigenen Thesen verbreiten. Die Japaner haben's ignoriert.


Ich bin froh, dass bei uns Wahlkampf etwas ruhiger ablaeuft!

Montag, 9. November 2015

Robosquare - kuscheln mit Paro und Aibo

Hier in Fukuoka gibt es eine kleine Roboter-Ausstellung namens Robosquare, bei der der Fokus auf Robotern liegt, die Menschen helfen koennen. Neben dem obligatorischen Roomba-Staubsaugroboter waren auch einige Roboter ausgestellt, mit denen man spielen konnte, die man sonst nur hinter Glas sieht.

Unter anderem Paro:
Er hat sich knuddeln lassen, dabei vergnuegt gequietscht, und einem den Hals zum Kraulen hingereckt. Wirklich suess, der kleine!

Das hier ist Aibo. Er verhaelt sich tatsaechlich beinah wie ein richtiger Hund, will gestreichelt werden, und zeigt einem ganz klar wo. Und wackelt vor Freude mit dem Schwanz, wenn er gestreichelt wird.
 Es sind auch noch ein paar aeltere Versionen des Aibo:
 Und eine ganze Menge andere Roboter:
Coole Ausstellung, die sogar kostenlos ist!

Strassenbahn Nagasaki

In Nagasaki war ich mit der Strassenbahn unterwegs. So sieht eine Strassenbahn in Nagasaki aus:
 Und so sehen sie von innen aus:
Strassenbahn fahren ist wie Bus fahren eigentlich ganz einfach, vor allem wenn es wie in Nagasaki einen fixen Fahrpreis unabhaengig von der Streckenlaenge gibt. Man steigt an der hinteren Tuer ein, und bezahlt vorn beim Fahrer beim Aussteigen. Bezahlen muss man allerdings passend, aber es gibt in jeder Bahn Wechselmaschinen, die 1000 Yen Scheine, 500, 100 und 50 Yen Muenzen passend wechseln.

Etwas komplizierter wird es, wenn der Fahrpreis je nach Entfernung gestaffelt ist. Man zieht beim Einsteigen einen kleinen Papier-Streifen aus einer Maschine, auf den eine Nummer und ein Strichcode gedruckt ist. Beim Fahrer gibt es ein Display, das zu den Nummern die zu zahlenden Fahrpreise anzeigt. Man wirft beim Aussteigen das Papier zusammen mit dem passend abgezaehlten Fahrpreis in eine Maschine neben dem Fahrer. Die erkennt anhand des Strichcodes wieviel gezahlt werden muss, und zaehlt automatisch das Geld nach.

Samstag, 7. November 2015

Maenneraufzug

Das hier hab ich am Bahnhof Shin-Tosu entdeckt bei meiner Fahrt nach Nagasaki:
Ein Aufzug nur fuer Maenner im schwarzen Anzug!

Ich hab ihn trotzdem benutzt, da ich keine Lust hatte, den Koffer die Treppen hoch und runter zu schleppen!

Freitag, 6. November 2015

Schwarzbrot?

In Kagoshima bin ich an einer Baeckerei vorbei gekommen, in der ich etwas vertrautes lesen konnte:
 Na, gesehen? Da steht 'Schwarzbrot'! Das hab ich mir nicht zweimal sagen lassen. Baeckerei-Laeden funktionieren hier ganz anders als in Deutschland, naemlich per Selbstbedienung. Man schnappt sich ein Tablett, eine Gebaeckzange, und schaufelt sich alles auf das Tablett, was man kaufen moechte. An der Kasse wird dann jedes einzelne Stueckchen sauber verpackt, man bezahlt, und fertig.

Also hab ich das 'Schwarzbrot' gesucht. Gefunden hab ich diese beiden Teile hier (fein saeuberlich verpackt, wie versprochen):
 Das kleinere von beiden, ausgepackt:
 Drinnen waren Suesskartoffel-Stueckchen, Nusssplitter und Orangeat.
 Aber: ungewohnt knusprig war's! Die Japaner koennen also doch knusprig backen!

Das groessere von beiden sieht so aus:
 Da sind Rosinen und Suesskartoffel-Stueckchen drin.
Die Broetchen schmecken eindeutig mehr nach Zuhause, als nach Japan, aber ein bisschen Japan-Geschmack ist trotzdem dabei. Dennoch fuer japanische Verhaeltnisse richtig gute Broetchen. Zu einem stolzen Preis. Fuer beide Broetchen hab ich 350 Yen bezahlt, das sind umgerechnet sowas wie 2,65 Euro. Fuer zwei Broetchen!

Muelltrennung in Kagoshima

In Kagoshima gibt es eine weitere Kategorie, in die Abfaelle getrennt werden: Vulkanasche! Es gibt sogar spezielle Tueten dafuer:

Mittwoch, 4. November 2015

Balkon-Waschmaschine

In der neuen Wohnung hatte ich meine eigene Waschmaschine. Und die stand auf dem Balkon. Wirklich, ungelogen.

Zoemlich bloed: die Maschine hatte keinen gescheiten Ablauf. Einen Ablaufschlauch gab es zwar, aber der endete einfach auf dem Balkon meines Nachbarn, von wo aus das Wasser dann allerdings auf meinen Balkon zurueck floss. Allerdings war der Balkon auch nicht wirklich benutzbar, da aller verfuegbarer Platz durch die Klimaanlage und eben die Waschmaschine belegt war.

Das scheint es hier haeufiger zu geben, auch in anderen Haeusern habe ich Waschmaschinen auf den Balkons entdeckt, jetzt wo ich drauf achte.

Weiterhin Schirmherrschaft

Japan hat ja bekanntlich die Schirmherrschaft. Worueber weissich zwar immer noch nicht, aber an einem regnerischen Morgen sieht es in der Uni so aus:

Montag, 2. November 2015

Gast

Anscheinend habe ich hier in meiner Wohnung immer mal wieder einen kleinen Gast, der meine Seife zum Fressen gern hat.
Gesehen hab ich noch niemanden, und sost auch keine Hinterlassenschaften. Scheint aber zu schmecken. Bäääh.